Vor dem Einzug

Vor dem Einzug

Was muss ich tun, wenn ich pflegebedürftig werde?

Pflegebedürftig zu werden ist ein Schicksal, dass jeden treffen kann. Die Pflegeversicherung sichert allen pflegebedürftigen Krankenversicherten Leistungen für häusliche oder stationäre Pflege zu. Bevor Pflegebedürftige Geld aus der Pflegeversicherung bekommen, müssen sie bei ihrer Pflegekasse einen Antrag stellen.

Wenn noch kein Pflegegrad ermittelt wurde, beauftragt die Pflegekasse den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) mit einer Begutachtung. Der MDK kommt dann zum Pflegebedürftigen nach Hause, in die Einrichtung oder Klinik. Dort wird dann eine Einstufung in einen so genannten Pflegegrad vorgenommen, der dem persönlichen Hilfebedarf des Pflegebedürftigen entspricht.

Wenn über den Pauschalbetrag hinaus Kosten entstehen, müssen diese von den Pflegebedürftigen selbst oder ihren Angehörigen bezahlt werden. Als Angehörige gelten hierbei nur Eltern, Ehepartner und eigene Kinder. Wenn dies nicht möglich ist, können Leistungen der Sozialhilfe beantragt werden. Hierbei ist wichtig, dass die Hilfe frühestens ab dem Tag der Antragsstellung bezahlt wird, sofern die gesetzlichen und persönlichen Voraussetzungen dafür bestehen.

 

Was bedeuten die Pflegegrade?

Der Pflegegrad richtet sich nach der gesundheitsbedingten Beeiträchtigung der Selbstständigkeit in 6 Bereichen (Modulen).

1. Mobilität

2. kognitive und kommunikative Fähigkeiten
3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
4. Selbstversorgung
5. Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte
(7. außerhäusliche Aktivitäten, 8. Haushaltsführung)
 In den Modulen 1,2,4 und 6 geht man von den Kategorien selbstständig, überwiegend selbstständig und unselbstständig aus.

Im Modul 3 wird die Häufigkeit des Auftretens ermittelt: nie, maximal einmal wöchentlich, mehrmals wöchentlich und täglich.

Im Modul 5 wird der Umgang mit den Anforderungen und Belastungen nach dem Vorkommen, der Häufigkeit des Auftretens oder der Selbstständigkeit kategorisiert.

Die Module 7 und 8 ermitteln die Bereiche außerhäusliche Aktivitäten und Haushaltsführung, gehen aber nicht in die Bewertung ein.

Der Pflegegrad ermittelt sich dann nach der erreichten Punktzahl.

Es gibt 5 Pflegegrade

 

Wer legt meinen Pflegegrad fest?

Die Einstufung erfolgt vor Ort durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK). Dieser stellt durch einen Besuch fest, welche Hilfen notwendig sind. Innerhalb einer Frist von vier Wochen kann gegen die Einstufung Widerspruch bei der Pflegekasse eingelegt werden. Für den Begutachtungstermin sollte, soweit möglich, Folgendes beachtet werden:

  • versuchen Sie, vorher über einen Zeitraum von zwei Wochen ein Pflegetagebuch zu führen und notie ren Sie hier die Zeit, die für die Hilfe bei der Körperpflege, Ernährung, Mobilität und Hauswirtschaft benötigt wird
  • halten Sie die Unterlagen und Berichte von Fachleuten zur Krankengeschichte bereit, die einen ent sprechenden Pflegeaufwand erklären
  • die Pflegepersonen (Angehörige und/oder ambulante Dienste) sollten anwesend sein
  • ehrliche Angaben sind wichtig dafür, die benötigte Hilfe durch die richtige Einstufung auch zu erhalten

 

Wie melde ich mich für einen Pflegeheimplatz an?

Bei Pflegebedürftigkeit entscheiden sich Menschen oder ihre Angehörigen für eine Pflegeeinrichtung, wenn die Pflege im eigenen Haushalt auch über einen ambulanten Pflegedienst nicht oder nicht mehr möglich ist. Die Vorteile von Altenheimen liegen beispielsweise in der ganzheitlichen, aktivierenden Pflege, der hauswirtschaftlichen Versorgung, der qualifizierten Betreuung und der Förderung sozialer Kontakte. Eine barrierefreie und seniorengerechte Ausstattung der Zimmer und Gemeinschaftsräume schaffen Mobilität und Unabhängigkeit.

Unsere Pflegeeinrichtungen entsprechen alle den Anforderungen des Heimgesetzes und haben einen Versorgungsvertrag mit den Pflegekassen abgeschlossen.

In persönlichen Gesprächen mit der Einrichtungsleitung werden alle Angelegenheiten zur Anmeldung geklärt. Vor dem Einzug informieren unsere Mitarbeiter die Angehörigen und künftigen Bewohner über alle Angebote und Leistungen im Haus sowie den Heimvertrag.

Natürlich können Sie auch unverbindlich einen Termin in Ihrem Wunschhaus vereinbaren und sich umschauen. Dabei können Sie sich auch gerne mit Bewohnern unterhalten die bereits in unserem Haus wohnen.

 

Können eigene Möbel mitgebracht werden?

Wenn es sich um ein Einzelzimmer handelt, kann der Bewohner sich, bis auf das Pflegebett, so einrichten, wie er es mag. Handelt es sich um ein Doppelzimmer, können nach Absprache eigene Möbelstücke mitgebracht werden, da der Raum gemeinsam genutzt wird.

 

Dürfen Bewohner ihren Hausarzt mitbringen?

In allen unseren Einrichtungen haben Sie freie Arztwahl. Daher ist uns Ihr Hausarzt jederzeit herzlich willkommen. Sollte es Ihrem bisherigen Arzt nicht möglich sein, Sie in Ihrem neuen Zuhause weiterhin zu betreuen, so können wir Ihnen selbstverständlich sehr gute Ärzte empfehlen, die Sie in unserer Einrichtungen jederzeit versorgen können.

 

Können Bewohner ihre Haustiere mitbringen?

Nach Absprache ist es möglich, dass die Bewohner ihre Haustiere mit in ihr neues Zuhause nehmen.